Betrieblicher Mentor werden: die Reflexionsgespräche in Bern
Du willst den eidgenössischen Fachausweis als betriebliche Mentorin oder betrieblicher Mentor machen. Dann stehst du irgendwann vor einer Zulassungsbedingung, die sich nicht mit einem Kurs abhaken lässt: den Reflexionsgesprächen bei einer anerkannten Begleitungsperson.
Ich bin eine solche, anerkannt über bp-mentor.ch, und ich habe die Prüfung selber gemacht. Ich weiss also von beiden Seiten, worum es geht.
Was die Prüfungsordnung verlangt
Für die Zulassung brauchst du mindestens neun Reflexionsgespräche über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten. Du kannst sie einzeln führen, dann dauern sie je zwei Stunden. Oder in der Gruppe, dann dauern sie drei bis vier Stunden, bei höchstens zehn Teilnehmenden.
Am Schluss bestätigt dir die Begleitungsperson die Teilnahme mit dem Formular zur Zulassung. Diese Bestätigung ist fünf Jahre gültig. Dazu hältst du deine Reflexion in einem Erfahrungsbericht von mindestens sechs Seiten fest.
Worum es dabei wirklich geht
Die Gespräche sind keine Formalität, die man absitzt. Sie sind der Teil der Ausbildung, in dem du dich selber anschaust, bevor du anfängst, andere zu begleiten. Erwartungen und Ziele, der Blick auf deine Lebensbereiche, deine Haltungen und Gewohnheiten, und die Frage, welche Muster du mitbringst.
Wer das ernst nimmt, geht anders in die Prüfung und anders in die Arbeit danach. Wer es absitzt, merkt es spätestens beim Erfahrungsbericht.
Einzelbegleitung
Neun Gespräche zu je zwei Stunden, verteilt über mindestens sechs Monate. In meiner Praxis an der Hochfeldstrasse in Bern oder online. Das Tempo bestimmst du, die Mindestdauer gibt die Prüfungsordnung vor.
Begleitung von Gruppen
Neun Treffen zu drei bis vier Stunden, in einer festen Gruppe von höchstens zehn Personen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Du siehst an acht anderen, dass du mit deinen Fragen nicht allein bist, und du lernst beim Zuhören. Der Preis pro Person liegt deutlich tiefer als beim Einzelweg.
Der Erfahrungsbericht
Die sechs Seiten schreibst du selber, das ist der Sinn der Sache. Ich lese ihn durch, bevor du ihn abgibst, und sage dir, wo er noch beschreibt statt zu reflektieren. Das ist die häufigste Rückmeldung, die ich gebe.
Warum bei mir
Ich bin anerkannte Begleitungsperson über bp-mentor.ch und selber betrieblicher Mentor mit eidgenössischem Fachausweis. Davor zwanzig Jahre im Schulsystem, davon zehn als Schulleiter, also zehn Jahre echte Führungsverantwortung statt Fallbeispiele aus dem Lehrbuch.
Dazu arbeite ich als Integralcoach, auch ausserhalb der Prüfungsvorbereitung. Was in den Gesprächen auftaucht, bleibt deshalb nicht an der Oberfläche, nur weil es gerade um eine Zulassung geht.
Ablauf und Kosten
Am Anfang steht ein Gespräch, in dem wir schauen, wo du stehst, wann du zur Prüfung willst und welcher Weg zu dir passt. Danach legen wir die Termine fest, damit die sechs Monate aufgehen.
Wenn du noch am Anfang stehst
Falls du dich erst für den Fachausweis entscheidest und noch keine Ausbildung gewählt hast: Ruf an. Ich unterrichte am Coaching Institut Bern und kenne die Landschaft der Anbieter. Zehn Minuten am Telefon ersparen dir unter Umständen ein halbes Jahr auf dem falschen Weg.
Betriebliches Mentoring
Business Coaching
Ein Coaching bietet optimale Unterstützung auch in Berufsfragen. Ob Karriereplan, Führungsfragen oder herausfordernde Situationen: im Business Coaching betrachten wir die Work-Life-Balance und finden Antworten auf deine Fragen.